
Effektive Hilfe
In der klassischen Entwicklungshilfe kommt oft nur ein Teil des Geldes bei den Menschen an. Bei direkten Bargeldtransfers fließt die Hilfe ohne Umwege in die Hände der Familien.
Wo das Geld in der Entwicklungshilfe bleibt
Viele Entwicklungsprojekte leisten wichtige Arbeit. Doch zwischen Spende und Wirkung liegen oft viele Stationen: Organisationen, Berater, Ausschreibungen, Transporte und aufwendige Kontrollen. An jeder Station entstehen Kosten, die nicht bei den Menschen ankommen.
Verwaltung, Beratung, Berichte
Ein großer Teil der Mittel fließt nicht zu den Menschen, sondern in Verwaltung, externe Beratung, Berichtswesen sowie Monitoring und Evaluation. ActionAid schätzte, dass allein die sogenannte technische Hilfe, also Berater, Trainings und Studien, rund ein Viertel der öffentlichen Entwicklungshilfe ausmacht [1].
Gebundene Hilfe
Oft ist Hilfe daran gebunden, Waren und Dienstleistungen im Geberland einzukaufen. Laut OECD kann das die Kosten eines Entwicklungsprojekts um bis zu 30 % erhöhen [2].
Teure Sachleistungen
Lebensmittel und Güter müssen eingekauft, transportiert und gelagert werden. Eine Kostenanalyse zeigte: Bargeld ist pro Transfer in jedem Fall günstiger zu verteilen als Nahrungsmittel [3].
Bargeld direkt in die Hand
Bei bedingungslosen Bargeldtransfers entfallen Einkauf, Lagerung und Transport von Gütern. Die Familien entscheiden selbst, was sie am dringendsten brauchen: ein repariertes Dach, Schulgebühren oder das Startkapital für ein kleines Geschäft. Studien zeigen, dass diese Form der Hilfe nicht nur günstiger, sondern oft auch wirksamer ist.
Wirksamer als Sachhilfe oder Beratung
Ein gleich teurer Bargeldtransfer bringt oft mehr als ein aufwendig entwickeltes Unterstützungsprogramm [4].
2,5-facher Effekt
Jeder Bargeldtransfer erzeugt das 2,5-Fache an zusätzlicher Wirtschaftsleistung in der Region, jedoch kaum Preissteigerungen [5].
Eigenes Einkommen und mehr Wohlbefinden
Empfänger von Bargeldtransfers bauten Einkommen und Ersparnisse auf und berichteten von deutlich höherem Wohlbefinden [6].
100 % Ihrer Spende kommen an
Wir übergeben die Bargeldtransfers selbst, direkt vor Ort oder per Mobile Money. Dazwischen stehen keine weiteren Organisationen, Zwischenhändler oder Lieferketten.
Alle Kosten für Reisen, Verwaltung und Dokumentation tragen unsere Mitglieder mit ihren Beiträgen. Wir arbeiten rein ehrenamtlich. Auch die Begleitung der Familien nach einem Monat und nach einem Jahr übernehmen wir selbst, in Zusammenarbeit mit Universitäten statt mit teuren Beratungsfirmen.
Spenden Sie 100 Euro,
übergeben wir 100 Euro mehr an Familien in extremer Armut.
Ohne Abzüge für Verwaltung, Reisen oder Personal.
Quellen
- [1]
ActionAid International (2006). Real Aid 2: Making Technical Assistance Work. Johannesburg: ActionAid.
- [2]
OECD Development Assistance Committee. Untied aid. https://www.oecd.org/en/topics/sub-issues/oda-standards/untied-aid.html
- [3]
Margolies, A., & Hoddinott, J. (2015). Costing alternative transfer modalities. Journal of Development Effectiveness, 7(1), 1–16. https://doi.org/10.1080/19439342.2014.984745
- [4]
McIntosh, C., & Zeitlin, A. (2018/2023). Using Household Grants to Benchmark the Cost Effectiveness of a USAID Workforce Readiness and Nutrition Program in Rwanda (Cash Benchmarking). Innovations for Poverty Action / UC San Diego. https://cega.berkeley.edu/collection/gikuriro-rwanda-cash-benchmarking/
- [5]
Egger, D., Haushofer, J., Miguel, E., Niehaus, P., & Walker, M. (2022). General Equilibrium Effects of Cash Transfers: Experimental Evidence from Kenya. Econometrica, 90(6), 2603–2643. https://doi.org/10.3982/ECTA17945
- [6]
Haushofer, J., & Shapiro, J. (2016). The Short-Term Impact of Unconditional Cash Transfers to the Poor: Experimental Evidence from Kenya. The Quarterly Journal of Economics, 131(4), 1973–2042. https://doi.org/10.1093/qje/qjw025
